Kundenvorteile

Anwendung der HANA Features fürs ERP mit In-Memory Datenbanktechnologie; Neue abgestimmte Infrastruktur mit SAP-seitiger Zertifizierung; Weiternutzung des vorhandenen Storage

Kunde

Wieland Werke AG

Branche

Industrie

Ansprechpartner

Constanze Dollmetsch

Senior Account Manager

+49 711 782609-60

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Projektumfeld

Die Erfolgsgeschichte der Wieland Werke wurde vor fast 200 Jahren eingeläutet. Im wahrste Sinne des Wortes: 1820 übernahm Philipp Jakob Wieland in Ulm die Kunst- und Glockengießerei seines Onkels. Zuerst bildeten Gebrauchsgegenstände aus Kupfer das Kerngeschäft. Bald kam die Produktion von Messing-Walzmaterial hinzu – und heute hat sich das Unternehmen international als Wieland Werke AG an die Spitze eines ganzen Industriezweigs gesetzt. Denn ob IT, Mobilität, Gebäude- oder Maschinenbau: der „Klassiker“ Kupfer zählt immer noch zu den wichtigsten Industriemetallen überhaupt. Dabei sind aber auch weiterhin Innovationen gefragt. Genau diese liefern die Wieland Werke an Kunden rund um die Welt. Mit rund 6.700 Beschäftigten an mehr als 40 Standorten von Belgien über China bis Australien – und mit einem Programm von über 100 verschiedenen Werkstoffen aus Kupfer und Kupferlegierungen, gefertigt in eigenen Gießereien. Das globale Wieland Netz sichert dazu den schnellen Transport an alle Zielorte. Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Gewünschtes auf den Punkt bringen sind auch die Stichworte für eine stabile IT-Infrastruktur. Hier plante das Unternehmen nun, Teile der SAP Landschaft auf SAP HANA zu migrieren.

Projektanforderungen & Projektziele

High Performance Analytic Appliance“, alias HANA: Mit dieser Technologie- und Entwicklungsplattform von SAP lassen sich große Datenmengen extrem effektiv auswerten. Basierend auf der In-Memory-Technik werden hier Unternehmensdaten in Echtzeit analysiert und Entscheidungen praktisch live getroffen. Und ursprünglich als reine Appliance im Einsatz, dient SAP HANA mittlerweile als komplette Plattform zum Betrieb von SAP-Geschäftsanwendungen. Konsequenterweise wollten auch die Wieland Werke diese Vorteile nutzen und Teile ihrer SAP Landschaft auf HANA migrieren. Grundlegend dafür war allerdings eine maßgeschneiderte Kombination von SAP HANA und den ASE Datenbanken – konkret also eine komplett neue Infrastruktur, die so aufgebaut sein muss, dass der vorhandene Storage weiter verwendet, bzw. lediglich erweitert werden kann. Dabei ist wiederum entscheidend, alle Komponenten so abzustimmen, dass die Gesamtlösung sowohl von den involvierten Herstellern wie auch von SAP zertifiziert wird. Kernaufgabe für Axians bei diesem Projekt war damit eine ganzheitliche Beratung des Kunden: beginnend mit einer TCO-Analyse hinsichtlich der richtigen Plattform, Betriebsmodell und über das Sizing bis hin zu den korrekten Zertifizierungen. Dazu kam die aktive Unterstützung der gesamten Umsetzung: mit Projektleitung von der Konzeption inklusive Abstimmung und Finetuning bis zu den Workshops mit Knowhow-Transfer an die IT-Abteilung von Wieland.

Umsetzung

Für die Wieland Werke AG realisierte Axians eine sogenannte SAP HANA TDI (Tailored Datacenter Integration) Infrastruktur. Beim TDI Konzept müssen die vorhandenen Server ebenso wie das Storage von SAP zertifiziert sein. Und auch die Server-Virtualisierung muss alle Anforderungen von HANA erfüllen bzw. ebenfalls ein SAP-Zertifikat vorweisen. Wichtig dabei: Die HANA in-Memory Datenbank stellt sehr hohe Anforderungen an die Performance des Storage, daher wurden hierzu vorab von Axians diverse Tests angesetzt. In Ergänzung zum Sizing waren außerdem Parameter wie Verfügbarkeit bzw. vorhandene SLAs von Bedeutung, was eine enge Zusammenarbeit mit den Bereichen SAP, Server und Storage nötig machte. Begleitend gab’s vom Axians Team dazu Workshops zu Themen wie Hochverfügbarkeit und Automatisierung, SAP HANA Administration, SAP ASE Workshop und Aufbau der HANA-Landschaft. Ein spezieller Punkt des SAP-Projekts bei Wieland war die S/4HANA Evaluierung. Auch diese Business Suite basiert komplett auf der In-Memory-Datenbank und bietet u.a. eine völlig neue Benutzeroberfläche. Die Migration auf S/4HANA musste jedoch vorläufig verschoben werden. Ein Grund war der hohe Konvertierungsaufwands bei zugleich deutlich zu knappem Zeitfenster. Aber auch technische Hindernisse, wie nicht verfügbare aktive Business Functions in S/4HANA 1610 sprachen dagegen. Stattdessen erfolgte ein Upgrade auf ERP 6.0 EhP8. Dieses „Enhancement Package 8“ fürs ERP dient auf Basis von SAP NetWeaver 7.5 als Technologieplattform zwischen Business-Anwendungen und Datenbank. Umfassende Unterstützung leistete Axians außerdem bei der Migration der SAP JAVA Systeme von AIX/Oracle nach Linux/SAP ASE und beratende Unterstützung bei der SUM/DMO-Migration der ERP-Landschaft. Die SAP ASE Datenbank wird als parallele Database zu SAP HANA eingesetzt. Administration und Aufbau unterscheiden sich hier zwar von anderen Datenbanken, was aber auch dank der individuellen Workshops von Axians für die IT-Profis bei Wieland kein Problem darstellt. Als weitere Technologiepartner bei diesem SAP Projekt wären noch zu nennen: HPE für Server und Storage, VMware zur Virtualisierung sowie SUSE Linux Enterprise Server als Betriebssystem. Projektergebnis Ganzheitliche Unterstützung des Kunden bei der Einführung von SAP HANA und Unterstützung bei der erfolgreichen Migration: In diesem Sinne profitierten die Wieland Werke hier nicht nur von der „reinen Lehre“ einer mustergültigen SAPArchitektur, sondern vor allem auch von profundem Know-how in Verbindung mit viel persönlichem Engagement des Axians Teams. Zur Etablierung der spezifisch richtigen HANAPlattform galt es bei diesem Projekt, ein ganzes Spektrum an relevanten Faktoren in Einklang zu bringen – von der Gesamtbetriebskosten-Berechnung im Vorfeld über das ideale Sizing und allen Komponenten des Betriebsmodells bis hin zu den erforderlichen Zertifizierungen. Und nicht zuletzt war dazu einmal mehr die Erfahrung aus vielen vergleichbaren Projekten der Schlüssel, um mit dem Kunden zusammen die Lösung nach Maß zu erarbeiten. Schließlich sind Ergebnisse „aus einem Guss“ nicht nur beim Kupfer sehr gefragt.

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