Als SAP-Anwender dürfte Ihnen die Diskussion um die beiden Entwicklungsumgebungen Neo und Cloud Foundry bekannt sein. Obwohl die SAP die Neo Environment bisher nicht offiziell abgekündigt hat, deuten einige Anzeichen auf das Ende der Umgebung hin. Welche das sind, was das Ende der Neo Environment für Sie bedeutet und welchen Vorteil Sie aus einem Wechsel von der Neo auf die Cloud Foundry ziehen können? Diese und weitere Fragen beantwortet der nachfolgende Blogartikel.

Zukunftsorientiert: Neo vs. Cloud Foundry

Zum Hintergrund: Die SAP Cloud Platform stellt die beiden Entwicklungsumgebungen Neo und Cloud Foundry (aka Multi-Cloud Environment) zur Verfügung. Diese Koexistenz scheidet die verantwortlichen Cloud Platform Architekten nun schon seit einigen Jahren. Denn obwohl das unterschiedliche Angebot an Technologien, Laufzeiten und Services der Neo und Cloud Foundry grundsätzlich erst einmal mehr Flexibilität in den Entwicklungsprozessen bietet, scheint die SAP eine klare Vision zu haben, welche Entwicklungsumgebung zukunftsorientierter ist. Der Trend geht dabei deutlich in Richtung Multi-Cloud Environment!

Zwar ist die Neo Environment noch nicht offiziell von der SAP abgekündigt, allerdings herrscht unter Experten die Meinung, dass dies nicht mehr allzu lange dauern wird, findet man bereits zahlreiche Anzeichen hierfür. So stellt die SAP beispielsweise keine Trial-Accounts mehr für die Neo Umgebung zur Verfügung und auch Neuerung werden vornehmlich auf der Cloud Foundry Umgebung veröffentlicht.

Was bedeutet das konkret für Sie?

Sollte sich die SAP entscheiden, die Neo Environment tatsächlich abzukündigen, werden Migrationen von der Neo auf die Cloud Foundry obligatorisch. Daher sollten Sie sich frühzeitig mit dem Thema Cloud Foundry Migration beschäftigen, denn je länger Sie auf der Neo Environment arbeiten, desto umfangreicher werden Migrationsprojekte. Durch die immer weiter steigende Komplexität Ihrer Prozesse auf der Neo Environment wird es aufwendig, eine Migration so zu planen, dass der Impact auf den Betriebsablauf möglichst gering ist. Das kostet viel Planungszeit und Geld. Fangen Sie bereits jetzt an, auf die Cloud Foundry umzustellen, können Sie neue Prozesse bereits direkt auf der Cloud Foundry implementieren und verringern so den Migrationsumfang.

Was hat die Entwicklungsumgebung mit dem neuen Cloud Platform Pricing zu tun?

Unabhängig von der Entwicklungsumgebung hat die SAP das Pricing für die Integration Suite Subscription angepasst. Von nun an wird nicht mehr der Funktionsumfang bepreist. Stattdessen soll nach einem komplexen Schlüssel die Anzahl der prozessierten Messages abgerechnet werden. Sind Ihre Integration Flows nicht effizient genug aufgesetzt, werden dadurch schwer kalkulierbare Mehrkosten entstehen. Ein Review und gegebenenfalls eine Anpassung der Integration Flows kann Ihnen hohe Kosten ersparen.

Genau das ist auch der Grund für die zeitnahe Entscheidung hinsichtlich Ihrer Entwicklungsumgebung: Sollten Sie noch auf der Neo Environment arbeiten, bietet sich der Wechsel auf die Cloud Foundry doppelt an. So werden Sie von einer Kündigung der Neo Environment nicht kalt erwischt, sondern können proaktiv agieren und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit Ihrer Integration Flows auf den Prüfstand stellen.

Als erfahrener Integrationspartner sowohl in Projekten auf der Neo als auch der Cloud Foundry Umgebung können wir Sie hier optimal unterstützen. Gerne bieten wir Ihnen ein kostenloses Beratungsgespräch mit unserem Solution Architect Thomas Feller an.

Katharina Unruhe | Consultant SAP CX Katharina Unruhe hat ein Duales Studium zum Bachelor in Wirtschaftsinformatik Schwerpunkt Business Process Management absolviert und ist Teil des Consulting Teams der Axians NEO Solutions & Technology GmbH. Sie hat bereits einige IT-Projekte geleitet und ist aktuell als SAP Consultant in CPI-Entwicklung tätig und beschäftigt sich mit den Bereichen SAP Sales Cloud und SAP Service Cloud.