Kundenvorteile

Einfaches und intuitives Managen einer komplexen IT-Landschaft durch den Einsatz von DPCM; Erhöhte Performance; Einsparung von Kosten durch flexible Wartung der IBM Power Maschinen; Integrierte Recreate-Funktion: höhere Verfügbarkeit der Systeme im Disaster-Recovery-Fall auf einfache und schnelle Weise; Verkürzung der Downtime während eines AIX Updates um bis zu 70%; Mitarbeiter lassen sich auch ohne Spezialwissen in kurzer Zeit einarbeiten

Kunde

REIFF Management und Service GmbH

Branche

Handel

Ansprechpartner

Ralf Stein

Principal Consultant IBM Power Systems, Data Center

+49 911 255669-0

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Projektumfeld

Die REIFF-Gruppe ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Reutlingen. Sie unterhält 19 Handelsgesellschaften mit rund 80 Standorten in Deutschland, Europa, Marokko und China. Den Schwerpunkt bilden der Handel mit Technischen Produkten sowie Elastomertechnik. Neben den Handelsunternehmen REIFF Technische Produkte, Roller und Kremer und der eigenen Fertigung der REIFF Elastomertechnik ist die Gruppe auch mit dem Geschäftsbereich REIFF Management und Service erfolgreich. Für die IT-Systeme, die den Verkauf über den stationären Handel sowie über verschiedene Onlineshops möglich machen, stand ein Technologie-Refresh an, den das Unternehmen zur umfassenden Modernisierung seiner IT-Infrastruktur genutzt hat. Die Ziele: Sicherheit, Skalierbarkeit, Verringerung der Komplexität sowie reduzierter Administrationsaufwand. Neben der neuen IBM-Hardware hilft dabei vor allem der Dynamic Power Cloud Manager (DPCM), die komfortable Automatisierungslösung für IBM Power-Umgebungen der Axians.

Projektanforderungen & Projektziele

Ein großer Teil des Reifengeschäfts läuft bei der REIFF-Gruppe heute online. Die Unternehmensgruppe tritt im Hintergrund als Großhändler auf und bedient Online-Reifenhändler. Die Systeme für die verschiedenen, firmeneigenen Anwendergruppen stehen zentral bereit, wofür eine IBM Power7-Landschaft sorgte. Drei Serversysteme (2x p770 und 1x p740) und ein Storage Area Network (SAN), welches zwei V7000 Systeme aus der IBM Storwize Familie bildeten, stießen jedoch mitunter
an Leistungsgrenzen. Insbesondere bei der Bereitstellung neuer SAP-Systeme oder bei deren Release Updates kam es zu Kapazitätsengpässen. Aufgrund des Unternehmenswachstums und der Technologie-Entwicklung hatte die IT-Infrastruktur
ihr Laufzeitende erreicht. Deshalb erarbeiteten die IBM-Experten des IT-Services-Anbieters Axians einen nahtlosen Weg für das Upgrade auf die IBM Power8-Prozessorgeneration.

Darüber hinaus setzt REIFF bereits seit Jahren den Dynamic Power Cloud Manager (DPCM) ein, um seine Infrastruktur zu verwalten. Dank DPCM können Administratoren alle Funktionalitäten und Management-Aufgaben, die sich rund um
die Virtual Server (LPARs) für IBM Power Systeme unter AIX, IBM i, Linux und SAP HANA ergeben vereinfachen.

Über das „Schweizer Taschenmesser“ für Power Administratoren verwaltet REIFF hauptsächlich seine SAP-Workloads und Datenbanksysteme (z.B. Informix DB). Die „Kapazitätsplanung“ im DPCM half dabei, die künftige IT-Landschaft zu entwerfen. Schnell war so der Weg vorgezeichnet, nicht nur die Altsysteme auszutauschen. Der Technologie-Refresh umfasste außerdem, von drei auf vier Serversysteme aufzustocken sowie das bisherige Speichernetzwerk (SAN) durch neue Komponenten der Storwize Familie zu ersetzen.

Umsetzung

Axians konzipierte eine Lösung, die den Workload auf vier symmetrisch ausgestattete IBM Power S822 Serversysteme verteilt. Den SAN Storage realisieren zwei IBM Storwize V5020, bei denen es sich um virtualisierte hybride Speicher handelt. Der kombinierte Einsatz von SAS und SSD Festplatten ermöglicht mit Hilfe der IBM Easy Tier Technologie die automatische Migration von Daten zwischen verschiedenen Speicherstufen auf Basis von echtzeitorientierten Analysemustern. Das SAN-Design blieb weitestgehend gleich – inklusive Host Based Mirroring. Nach diesem Prinzip kümmern sich die Server darum, die Daten von einer auf die andere Speicherseite synchron zu spiegeln. Vier neue SAN-Switche bilden zwei Fabrics für die redundante Verbindung zwischen Server- und Speichersystemen.

Das sogenannte vSCSI Mapping (oder die LUN-Bereitstellung an die Client-LPARs) in einer Shared Umgebung mit mehreren Dual-VIO Sever Installationen, ist in der Regel sehr aufwendig. Der DPCM erleichtert das Speicherplatten-Mapping jedoch drastisch und setzt dabei gleichzeitig Best-Practice Regeln für eine redundante und performante Anbindung um. Das trifft auch auf den umgekehrten Prozess zu. Denn nach der Migration musste die abgelöste V7000 Schritt für Schritt zurückgebaut werden.

Damit für REIFF schon vor der Migration mehr Performance zur Verfügung stand nahm der IT-Dienstleister Axians vor dem Aufbau der neuen IBM Power8-Umgebung eine Leihmaschine in Betrieb. Auf dieses Serversystem lagerten die Experten mit DPCM schnell einen Teil des Workloads aus, was die Bestandslandschaft bereits deutlich entlastete.

Projektergebnisse

Axians modernisierte die IBM Power-Landschaft von REIFF in zehn Arbeitstagen. Die aufgesetzten vier Power-Maschinen lassen sich nun flexibler und wesentlich preiswerter warten. Das Admin- und Automations-Tool DPCM senkte den Migrationsaufwand für die Power-8-Plattform um zwei Drittel. Auch im Betrieb spielt das Power- Werkzeug seine Vorteile aus: „Die meisten IBM-Power-Landschaften sind heute recht komplex. Unser Dynamic Power Cloud Manager kann das verbergen. Ein Admin muss sich so nicht mit jedem Bit und Byte auseinandersetzen, sondern hat eine übersichtliche grafische Oberfläche zur Verfügung“, schildert Ralf Stein, Principal Consultant IBM Power Systems bei Axians.

Die IT-Abteilung macht einmal wöchentlich von jeder Maschine der Power-Umgebung ein Backup. DPCM automatisiert den Prozess und arbeitet das Ergebnis grafisch auf. Der Admin erhält schnell die Meldung: Backup erfolgreich durchgeführt.

Für den Wartungsfall einer Maschine (z.B. Firmwareupdate oder der Austausch von Teilen durch einen Techniker), stellt die „Global LPM“ Funktion eine effiziente Methode dar, eine Maschine leerzuräumen und so geplante Downtimes der Applikationen zu verhindern.
Die Betriebssystemupdates der LPARs unterstützt DPCM durch die Integration von verschiedenen NIM-basierten Update Prozeduren (z.B. nimadm). Durch die grafische Oberfläche wird die Handhabung deutlich vereinfacht und kann die Downtime während des AIX Updates um bis zu 70% verkürzen.

Überall da, wo eine neue Applikation auf IBM Power bereitgestellt werden soll, muss die interne IT neue LPARs (Logical Partition) bereitstellen. Das geht den REIFF-Administratoren mit dem DPCM leicht von der Hand. Ihre Kollegen aus den Fachabteilungen können die neuen SAP-Systeme sofort nutzen. Release-, Update- und Produkttests übernehmen Testmaschinen, die über DPCM in einer gekapselten Umgebung aufgesetzt werden.

Die IBM Power8 läuft bei REIFF nun performant und bietet genügend Reserven. Die Administratoren planen über den DPCM die Kapazitäten. Das Tool zeichnet die Serverauslastung auf, legt Wachstumsfelder offen und liefert die Datenbasis,
eine Prognose zu erstellen. Generell steht jedoch eine andere Funktion im Fokus: „Anwender schätzen branchenübergreifend vor allem die Desaster-Recovery-Szenarien im DPCM. Diese halten die LPAR-Daten der kompletten Landschaft in einer Datenbank vor. Wenn eine solche Umgebung wegen Feuer, Wasserschaden, Stromausfall oder anderen Gründen ausfällt, lässt sich über die Recreate-Funktion die Plattform schnell wieder herstellen“, berichtet Rechenzentrumsexperte Ralf Stein. Das beruhigt, wie auch die Tatsache, dass Axians die Umsetzungszeit für ein IBM Power-Projekt wie bei REIFF stark verkürzt.

Im IBM Power Serverbereich wurden die Wartungskosten durch den Umstieg von Enterprise auf Scale-out Systeme deutlich reduziert.

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