Kundenvorteile

Höhere Performance; Hochverfügbarkeit; Systeme auf neuestem technologischen Stand

Kunde

Dirk Rossmann GmbH

Branche

Handel

Ansprechpartner

Reinhardt Philipp

Senior Consultant, Data Center

+49 211-157673-0

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Projektumfeld

Die Dirk Rossmann GmbH ist die zweitgrößte Drogeriemarktkette Deutschlands. Sie wurde 1972 von Dirk Roßmann gegründet und hat ihren Hauptsitz in Burgwedel bei Hannover. Heute sind rund 54.500 Mitarbeiter in 3.790 Filialen in sieben europäischen Ländern für Rossmann tätig. Die Logistikzentrale befindet sich in Landsberg in Sachsen-Anhalt. Sie steuert das Geschäft und sorgt dafür, dass die Filialen pünktlich die richtigen Waren erhalten. Die Warenwirtschaft und die Lagerführungssysteme betreibt Rossmann mit dem Betriebssystem IBM i und das Datawarehouse mit Linux auf Power. Damit alle Komponenten zuverlässig zusammenarbeiten, benötigt die Logistik eine leistungsfähige und hochverfügbare IT.

Projektanforderungen & Projektziele

Bereits seit vielen Jahren setzt Rossmann IBM-Server und -Storage im Leasing-Modell ein. In der Regel beträgt der Leasing-Zeitraum 36 Monate. Nach Ablauf der 36 Monate wird die Hardware entweder ausgetauscht oder deren Einsatz um einen bestimmten Zeitraum verlängert. Das Unternehmen bleibt so technisch up-to-date und profitiert zusätzlich von einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis. Bei diesem Projekt sollten Server- und Storage-Einheiten ausgetauscht werden, die bereits vier Jahre im Einsatz waren. Da die Drogeriemarktkette sehr gute Erfahrungen mit IBM-Hardware hinsichtlich Performance und Verfügbarkeit gemacht hatte, wollte sie auch weiterhin auf IBM setzen. Als Dienstleister wählte das Unternehmen den bewährten Partner Axians, mit dem man in der Vergangenheit schon zahlreiche Projekte erfolgreich durchgeführt hatte.

Rossmann suchte eine Lösung, die die Anforderungen mindestens für vier Jahre erfüllt, ohne dass zwischenzeitlich nachgerüstet werden muss. Da Hochverfügbarkeit das wichtigste Kriterium für die IT-Umgebung bei Rossmann ist, wurden unterschiedliche Möglichkeiten für ein High-Availability-Konzept vorgestellt. Die Entscheidung fiel für das bewährte Konzept der IBM i-Datenspiegelung über zwei Rechenzentren, wobei die Datensicherung vollständig automatisiert werden sollte.

Umsetzung

Das Projekt begann mit einer umfassenden Planungsphase. Gemeinsam mit Rossmann bildete Axians ein Projektteam, wobei beide Partner je einen Projektleiter stellten. Für die Projektleitung bei Rossmann war dieses Konstrukt von Bedeutung: „Wir haben schon früher in dieser Form zusammengearbeitet und auch dieses Mal ist es wieder sehr gut gelaufen. Es war ein eingespieltes Miteinander, sodass wir zielstrebig vorwärtskamen.“

Um die bereits zuvor erwähnten hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit der Systeme zu gewährleisten, wurde die Umsetzung der drei folgenden Kernaspekte beschlossen. Zur K-Fall-Vorsorge vereinbarten die Teams, den Plattenspeicher der Partitionen des Produktionssystems per IBMi-Spiegelung kontinuierlich und synchron auf die Speicherbereiche der Maschinen im Backup-Rechenzentrum zu replizieren. Bei einem möglichen K-Fall können betroffene Speicherbereiche so vom Backup-System übernommen und der Produktionsbetrieb wiederaufgenommen werden. Ferner sollten alle Systemkomponenten redundant ausgelegt und per Multipath an die Speicher angebunden werden. So bestehen zu jedem Speicherbereich zwei Wege. Darüber wird sichergestellt, dass sämtliche Applikationen über die gesamte Konfiguration hinweg verfügbar bleiben. Auch die Datenspiegelung bleibt unbeeinträchtigt, selbst wenn mehrere Komponenten ausfallen sollten.

Zur Reduzierung der geplanten Ausfallzeiten für die Datensicherung wurde beschlossen, die Systeme im Backup-Rechenzentrum mit der doppelten Speicherkapazität und mit FlashCopy-Funktionalität auszustatten. Damit ist es möglich, nachts, nach kurzer Unterbrechung der Anwendungen, eine Datenkopie der Produktivsysteme herzustellen. Während des Kopiervorgangs kann produktiv weitergearbeitet werden. Die Datensicherung beeinflusst den Produktivbetrieb in keiner Weise. Neben der anspruchsvollen Konzeption der Lösung bestand eine weitere Kern-Herausforderung des Projektes darin, den laufenden Betrieb bei der Umsetzung so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Denn zur kompletten Realisierung stand nur ein dedizierter Termin zur Verfügung. Axians traf daher sehr sorgfältige Vorbereitungen, plante akribisch und probte den Umzug vorab mehrfach in einer Testumgebung. Als Hardware haben sich Rossmann und Axians übrigens für IBM Power Enterprise Server und DS8000 All-Flash-Systeme entschieden, die ausgezeichnete Verfügbarkeits- und Performancewerte aufweisen und unter Berücksichtigung der Anforderungen auch die gewünschte wirtschaftliche Attraktivität mit sich bringen.

Projektergebnis

Dank der neuen All-Flash-Technologie verfügt Rossmann nun über deutlich höheren Durchsatz und gesteigerte Performance. Das zeigt sich vor allem bei aufwendigen Jobs wie der Aufarbeitung der Abverkaufsdaten im Data Warehouse oder der Bereinigung der Verkaufsstellen. Sie laufen mit dem neuen System erheblich schneller ab. Logistik und Vertrieb können in Echtzeit auf wichtige Daten zugreifen.

In einem der regelmäßigen Abstimmungen mit der Rossmann-Projektleitung hieß es: „Üblicherweise meldet sich aus den Fachabteilungen niemand, solange es keine Probleme gibt. Diesmal kamen die Leute aber auf uns zu, weil sie einen deutlichen Performancezuwachs wahrnahmen und die Prozesse nun spürbar schneller ausgeführt wurden. Das war schon ungewöhnlich.“ Antje König, IT-Leiterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei Rossmann, ergänzt: „Das Team kann auf das Geleistete sehr stolz sein. Die Planung und Umsetzung war herausragend. Das Zusammenspiel zwischen Dienstleister und Auftraggeber beindruckend.“

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Zur Überprüfung und Sicherstellung eines reibungslosen Betriebes, wurde die neue Infrastruktur intensiv getestet. Dabei zeigte sich, dass selbst wenn das Produktivrechenzentrum komplett ausfallen sollte, innerhalb kurzer Zeit alles wieder läuft.

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