„Wir fühlen uns von diesem Wandel nur geringfügig betroffen“

Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden bzw. bestehende zu halten, zunehmende Sicherheitsbedenken angesichts einer immer komplexeren Bedrohungslage, effizientere Unternehmensprozesse, es gibt viele Gründe, weshalb Unternehmen über Digitale Arbeitsplätze nachdenken. Allerdings fühlt sich längst nicht jedes Unternehmen mit der Arbeitsplatzdigitalisierung wohl. Und: Viele fühlen sich nicht betroffen.

Ich bin ein Freund der Digitalisierung. Denn Dank ihr habe ich mein Büro immer dabei. Im Projekttool koordiniere ich mit meinen Kollegen komplexe Projekte, erledige Aufgaben. Unser Projekttool kommt aus der Cloud.

Im CRM diskutiere ich mit meinem Kollegen aus dem Vertrieb Kundensituationen und sehe auf einen Blick die Pipeline. Unser CRM kommt natürlich auch aus der Cloud. Über eine Schnittstelle ist es mit dem Projekttool und dem E-Mail – das ebenfalls gehostet ist – verbunden.

Weil ich viel unterwegs bin, habe ich auch die Buchhaltung immer dabei, ebenfalls ein gehostetes System. Für mich ein Highlight: Unterwegs Belege nicht mehr sammeln, sondern per Smartphone App direkt ins System scannen. Dank des Dashboards weiß ich jederzeit genau, wo die freyraum marketing GmbH gerade steht.

Als kleines Unternehmen sind wir ein verteiltes Team, das im Netzwerk mit Partnerunternehmen und Freiberuflern arbeitet. Die Lösungen aus der Cloud sind ideal für unsere Arbeitsweise und unser Budget. Zwar haben wir ein festes Büro mit festen Arbeitsplätzen in München aber die Regelung ist flexibel – jeder darf da arbeiten, wo er will.

Was wir tun beschreibt die Studie Next Level Digital Worksplace von Crisp Research mit dem Begriff: „Flex Work & Co-Creation – Die neue Unternehmenskultur“. 309 Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern haben die Marktforscher hauptsächlich in Deutschland befragt.

freyraum gehört zu den zwei Prozent der Unternehmen, in denen mehr als 75 Prozent der Mitarbeiter eine flexible Arbeitsplatzregelung haben. Das nennt Crisp Flex Work.

Unsere „Mitarbeiter partizipieren aktiv am Entscheidungs- und Gestaltungsprozess des Digital Workplace“. Das bedeutet laut Crisp, dass wir zu den 41 Prozent der Unternehmen gehören, die eine Co-Creation-Kultur pflegen.

Die Vorteile für uns liegen auf der Hand. Trotzdem verbringe ich reichlich Zeit im Büro, denn für viele Tätigkeiten ist ein Arbeitspatz mit zwei großen Monitoren einfach nicht zu ersetzen.

Viele Unternehmen fühlen sich abgehängt

Erschreckt haben mich zwei Ergebnisse der Crisp Research Studie: Etwas mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen fühlt sich von der aktuellen Entwicklung abgehängt bzw. befürchtet, trotz eigener Projekte, nicht Schritt halten zu können. Als noch dramatischer schätze ich ein, dass sich jedes vierte Unternehmen vom Wandel nur geringfügig betroffen fühlt und arbeitet wie eh und je.

Das größte Hindernis: Die Akzeptanz der Mitarbeiter. Diesen Punkt nennt jeder vierte Befragte direkt. Über die Hälfte geben zu bedenken, neue Technologien könnten gerade ältere Mitarbeiter überfordern. Erstaunlich, wie ich finde, denn die Digitalisierung bietet fantastische Möglichkeiten, seine Arbeit zu erledigen. Und dank Smartphone und Tablet kommunizieren heute auch Kleinkinder und Rentner mühelos mit neuester Technologie

In beinahe 36 Prozent der befragten Unternehmen treibt die IT-Abteilung das Thema Digitalisierung und Digitaler Arbeitsplatz. Genau da gehört es meiner Meinung nach auch hin. Und wie sieht das bei Ihnen im Unternehmen aus? Haben Sie mit Ihren Kollegen aus den Fachabteilungen schon über die Möglichkeiten digitaler Arbeitsplätze gesprochen?

 

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