Software Asset Management – Das Fundament für zusätzlichen Mehrwert

Notwendig, um kurzfristig angekündigte Hersteller-Audits möglichst unbeschadet zu überstehen: ja. Eine Aufgabe, um die sich die Mitarbeiter streiten: eher nicht. So lässt sich die allgemeingültige Meinung über Software Asset Management (SAM) zusammenfassen. Im Kontext der Digitalisierung legt SAM seine Nebenrolle jedoch ab und tritt ins Rampenlicht – es wird von der rein reaktiven Maßnahme zum Mehrwertgenerator.

Fehlende Antivirenprogramme, eine komplette Schatten-IT-Umgebung, mögliche Einsparungen an Softwarekosten: alles Risiken und Optimierungspotenziale, die durch IT-Projekte ans Licht kamen. Aufgedeckt wurden diese jedoch nicht etwa durch Sicherheitsaudits oder im Rahmen von Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung – es waren Ergebnisse eines integrierten SAM-Projekts. Diese Ergebnisse boten den jeweiligen Unternehmen konkreten Mehrwert: So konnten Lücken im Sicherheitssystem geschlossen, Angriffsfläche für Cyber-Angriffe eliminiert oder Softwarekosten um 21 Prozent gesenkt werden.

Keine Einzelfälle, denn SAM hat die Wandlung vom reaktiven, taktischen Instrument zum proaktiven, gewinnbringenden Ansatz abgeschlossen. Auch eine aktuelle Analyse bestätigt diese These: Gartner kommt zu dem Schluss, dass Lizenz-Management zur Qualität der IT-Prozesse beiträgt sowie auf die Wertschöpfung einzahlt, währenddessen die klassische Audit- und Compliance-Zentrierung künftig nur noch das Grundgerüst bilden wird.

Einst Ziel eines SAM-Projekts, ist die Lizenzbilanz heute nur der Startpunkt. Natürlich bleiben die ersten Schritte gleich: Mit dem Wissen um Ausgangssituation und Unternehmensziele startet die Planung zielgerichteter Maßnahmen. Es folgt die Erhebung der notwendigen Daten – von großem späterem Wert sind unter anderem Zahlen und Fakten zu Lizenzverträgen, Installationen und dem Zugriffsmanagement. Diese technischen Informationen werden im weiteren Verlauf den kaufmännischen gegenübergestellt und mit den gültigen Lizenzmetriken der Hersteller abgeglichen. An diesem Punkt startet das moderne SAM: Die Lizenzbilanz und dafür gesammelte Daten dienen als Informationsquelle für IT-Trendthemen, die man gemeinhin nicht mit SAM in Verbindung bringen würde.

Passgenaue Strukturen konzipieren

Betrachten wir zum Beispiel Cloud Computing: will ein Unternehmen verstärkt Cloud-Dienste nutzen, gibt es viel zu bedenken. Eine Analyse der durch SAM gewonnenen Daten liefert grundlegende Informationen zur heutigen Infrastruktur und zeigt Kapazitäten des Systems auf. Parallel kann die Kompatibilität der bestehenden Umgebung mit bestimmten Cloud-Produkten geprüft werden. Richtig angefasst liefern die SAM-Daten also eine umfassende Entscheidungsgrundlage für die Einführung der Cloud – technisch, lizenzrechtlich sowie finanziell.

Aber auch bestehende Umgebungen lassen sich durch die aus SAM gewonnen Informationen optimieren. So haben wir bei einem Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe ein ganzheitliches Konzept aus Infrastruktur-Sizing und Lizenzierung erarbeitet. Grundlage waren die bereits erhobenen Infrastrukturdaten, die wir mit Blick auf Konsolidierung und mögliche Einsparungen der verschiedenen Datenbanken analysiert haben. Ergebnis waren mögliche Kostensenkungen für Software und den laufenden Betrieb von etwa 21 Prozent.

SAM rundet jedes Security-Konzept ab

Kommen wir zum Trendthema Cloud zurück. Die Anfrage von Anwendern nach Cloud-Produkten steigt stetig, denn sie bieten häufig eine einfache Lösung und sind zudem nutzungsfreundlich – ein Attribut, nach dem sich Anwender sehnen. Da es Unternehmen jedoch häufig an durchgängigen Nutzungskonzepten fehlt, um die Wünsche ihrer Mitarbeiter zu decken, ergreifen diese selbst die Initiative und produzieren so Schatten-IT: Sei es beispielsweise die Installation von Dropbox für zusätzlichen Speicherplatz oder die Nutzung geschäftlicher E-Mails auf privaten Endgeräten über Office 365.

Bei einem Kunden im öffentlichen Bereich konnten wir im Rahmen eines SAM-Workshops gravierende Lücken im Sicherheitssystem aufdecken. Aufgrund des Bedarfes schnell verfügbarer Infrastruktur zu Testzwecken hatte sich eine Abteilung ihre eigene Infrastruktur aufgebaut. Parallel zum offiziellen Prozess eingeführt, bestand die Umgebung aus Schatten-IT und stellte eine enorme Angriffsfläche für Cyber-Kriminelle dar.

Die Lehre für das Unternehmen: Analysiert man die die im SAM-Projekt gesammelten Daten, lässt sich nachvollziehen, aus welchen Gründen die Mitarbeiter auf externe IT-Dienste zugreifen. Eine gute Ausgangslage, um bedarfsgerecht zu reagieren, beispielsweise durch die Konsolidierung von Systemen oder die Definition von Standardlösungen, die die Bedürfnisse der Anwender in vollem Maße abdecken.

Mehrwert für alle

Kurzum: Ein integrierter SAM-Ansatz trägt zur Wertschöpfung bei. Voraussetzung ist eine umfassende Planung und die geschickte Verarbeitung bereits erhobener Daten. Nur dann wird SAM seiner neuen Rolle gerecht und generiert konkrete Mehrwerte – sowohl für die IT-Abteilung als auch für das gesamte Unternehmen.

Zu unserem SAM-Portfolio

 

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