Virtual Reality in der Industrie – die größten Showstopper

VR wird bereits seit Mitte der 80er Jahren immer wieder in den Medien als die innovative Technologie herausgestellt. Doch obwohl die Potentiale dieser Technologie unbestritten sind, gibt es bis jetzt nur wenige, tatsächliche Anwendungsfälle in der Industrie. Doch für die größten Showstopper gibt es nun echte Lösungen.

Virtual Reality Laptop

Einer der wichtigsten Faktoren im praktischen Einsatz von VR Technologien ist die Autonomie der VR Brille. Bei den meisten Geräten erfolgt die Datenübertragung per Kabel. Dies hatte bisher zur Folge, dass der Mitarbeiter in der industriellen Fachabteilung in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und er somit bei der Verrichtung seiner Arbeit beschränkt wird. Gerade bei Anwendungsmöglichkeiten wie z.B. Wartungsszenarien muss der Mitarbeiter aber mobil in der Lage sein, die VR Technologie zu nutzen, da er im Außendienst Einsatz in der Regel nicht auf größere IT-Infrastrukturen zurückgreifen kann.

Typische Hürden in der Praxis

Ein weiterer, wichtiger Faktor und typischer Showstopper ist die Ergonomie der VR Brille. Die Brille muss im praktischen Einsatz über längere Zeiträume getragen werden, darf den Mitarbeiter hierbei nicht unnötig belasten und schon gar nicht in seiner Bewegungsfreiheit beschränken. So führt z.B. ein zu großes Gewicht schnell zu mangelnder Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

Die einfache Bedienung der Brille ist im praktischen Einsatz Pflicht. Die Mitarbeiter müssen sich auf den Arbeitsablauf konzentrieren und dabei die Brille möglichst intuitiv bedienen können. So unterstützt z.B. eine Funktionssteuerung über Sprache den Mitarbeiter bei der Verrichtung seiner Arbeitsabläufe, da er den Vorgang nicht für eine Informationseingabe unterbrechen muss und seine Hände frei hat.

Geringe Akkulaufzeiten sowie lange Ladezeiten sorgten bisher für einen mangelnden Einsatz in der Praxis. Gerade im Schichtbetrieb in Automobil- oder Luftfahrtindustrie und der Logistik sind eine längere Betriebsdauer der VR Brille äußerst wichtig.  Im Zuge der Entwicklung neuer VR Technologien wurden die Laufzeiten durch zusätzliche Akkueinheiten (Akkupacks) deutlich verlängert.

Weitere Herausforderungen

Gerade die Anwendung von klassischen Virtual Reality Brillen führten bei Mitarbeitern gelegentlich zu Unwohlsein. Ähnlich einer Seekrankheit kann die Anwendung von VR Inhalten dazu führen, das die verschiedenen Sinneseindrücke zu einem Konflikt führen, welche das Gehirn nicht einordnen kann. Bei neuen VR Standards wie z.B. Augmented – oder Mixed Reality, werden der realen Welt lediglich virtuelle Informationen hinzugefügt, der Anwender nimmt den tatsächlichen Raum somit war und ein Unwohlsein durch unterschiedliche Sinneseindrücke wird generell vermieden.

Virtual Reality Brille

Die rasante Entwicklung im Bereich der Hardware in den letzten Jahren, erlaubt den Herstellern nun, diese Merkmale zu berücksichtigen und Lösungen für den praktischen Einsatz zur Verfügung zu stellen. Aktuelle VR Produkte wie z.B. die Microsoft HoloLens oder DAQRI Smart Glasses werden dafür sorgen dafür das Virtual Reality nun sein volles Potential entfalten kann. Lt. einer aktuellen Studie der Forrester Research wird die VR Technologie neben IoT und Intelligent Agents innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht nur die Industrie sondern die Welt verändern.

Ein interessantes Beispiel zur enormen Geschwindigkeit dieses Trends liefert aktuell Microsoft. Für das Frühjahr 2017 wurde für alle Windows 10 Geräte das sogenannte “ Creators Update“ angekündigt. Dieses Update enthält u.a. 3D und VR Funktionalitäten. Diese Funktionalitäten machen es dem Anwender u.a. möglich, mit Hilfe einer VR Brille Produkte aus einem WebShop in den realen Raum zu stellen, diese aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und schließlich zu kaufen. Dieses Beispiel macht besonders deutlich wie schnell und umfassend VR Technologie u.a. unser Konsumverhalten verändern wird.

Unternehmen können sich dank der technischen Entwicklung jetzt ernsthaft mit VR Technologien auseinander setzten! So profitieren sie ganz real von folgenden Mehrwerten:

  • neue Businessmodelle durch die Erschließung von neuen Märkten,
  • höhere Produktqualität durch den Einsatz in der Produktion und der Wartung,
  • Umsatzsteigerung durch den Einsatz von virtuellen Showrooms und Konfiguratoren,
  • Produktivitätsgewinn durch virtuelle Schulungsmaßnahmen,
  • kürzere Innovationszyklen durch virtuelles Arbeiten in der Designphase am Produkt,
  • Kommunikationsvorteile durch globales, kollaboratives und virtuelles Arbeiten,
  • Vereinfachung von komplexen Datenauswertungen und Simulation durch die Darstellung im virtuellen Raum.

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