Start-up-Bootcamp für IoT

Vereinen sich „Hack“ und „Marathon“ zu „Hackathon“, ist wenig Schlaf vorprogrammiert: Auf dem Start-up-Bootcamp in Berlin schlossen sich Anfang Juli Entwickler, Designer und Allrounder in multifunktionalen Einzelteams zusammen, um in 48 Stunden kreative und visionäre Lösungen für reale Energie- und Verkehrsfragen zu finden.

Für Furore sorgten auf dem zweitägigen „Hackathon“ im Rainmaking Loft zwei unserer Kollegen, die gleich drei Auszeichnungen erhielten. Die Industrie-Experten von Vinci, unserem Mutterkonzern, stellten als Mitveranstalter für alle Teams die zu bewältigenden Aufgaben.

Hard- und Softwarespezialisten sowie sonstige Kreative trafen sich zum Hackathon des Start-up-Bootcamps im Rainmaking Loft, einem Berliner Start-up-Hub. Das erste Juliwochenende stand ganz im Zeichen von „Smart Transportation & Energy“. Die Atmosphäre, Erfahrungen und Denkanstöße, die eine solche Veranstaltung für Hard- und Softwareentwicklung verspricht, reizte Patrick Richter und Franz Schwiebacher aus unserer Business Unit Analytics & Data besonders. Der Trip hat sich gelohnt, denn mit Team „Sally FlyHigh“ konnten sie die meisten Auszeichnungen mit nach Hause nehmen.

Möglich gemacht wurde diese Spielwiese für Innovationen und disruptive Technologien von namhaften Unternehmen aus den Bereichen Transport, Logistik und Industrie. Neben unserem Mutterkonzern Vinci, der als Sponsor und Sparringspartner Aufgaben, Technologien und Preise zur Verfügung stellte, beteiligten sich Mercedes-Benz, Cisco, Here, Kuehne + Nagel, Intel, Tiramizoo und Targetprocess sowie Airbus. Die Aufgabe für alle Teams: reale Energie- oder Verkehrsfragen mit einem Prototyp kreativ zu beantworten – innerhalb von nur 48 Stunden.

Die Ergebnisse wurden in den sechs Kategorien Navigation, Internet of Things (IoT), Transport, Logistics, Aviation & Rhonexpress und nochmals IoT ausgezeichnet. Die zwei IoT-Kategorien waren deshalb besonders interessant, weil die IT-Projekt-Begeisterten zum einen die Intel Edison Platform als Anwendung einbinden sollten. Andererseits galt es, IoT-Technologien, Datensätze und Tools von Vinci, Intel und Targetprocess zu kombinieren. Herauskommen sollten neue Funktionen, die über das übliche Industrieumfeld als Einsatzgebiet hinausreichen.

Berlin Hackaton 2016

Patrick Richter (Zweiter von rechts) und Franz Schwiebacher (rechts) haben sichtlich Spaß beim Hackathon in Berlin.

Ampelsystem gegen den Flughafenstau

„Wir haben uns freiwillig am Wochenende weitergebildet“, scherzt Patrick Richter, Consultant Analytics & Data. Der Datawarehouse-Experte schätzt an dem Hackathon vor allem die „andere Herangehensweise“ an die Herausforderungen. Er und der Datenanalyst Franz Schwiebacher, Data Scientist & Analytics Consultant, fanden schnell drei weitere Teammitglieder, einen IoT-Experten von IBM, einen Projektmanager und einen Coder. Sie bildeten das Team „Sally FlyHigh“ und stellten in der Kürze der Zeit einen Prototyp auf die Beine, der den Passagierfluss am Lissaboner Flughafen in Echtzeit staufrei steuert. Die Bewegungsdaten der Flugpassagiere lieferte Vinci. Das Team nutzte aber auch Intels Edison Platform, um den Passagierfluss zwischen den Hotspots Check-In, Security-Zone und Gate via Bluetooth-Verbindung zu verfolgen. Für ihre fiktive Flughafenkoordinatorin „Sally“ visualisierten die Teammitglieder den Besucherstrom anschließend auf dem Desktop. Ein Ampelsystem warnt bei Gelb vor möglichen Staus. Blinkt auf dem Desktop des Flughafenpersonals eine Stelle rot auf, muss in 30 bis 60 Minuten ein zusätzlicher Security-Schalter geöffnet werden, um einen Stau zu verhindern – soweit berechnet die Lösung Echtzeit-Prognosen im Voraus.

Jeder im Team leistete großartige Arbeit – ob nun in der Datenanalyse, in der IoT-Anwendung, in der API-Anpassung oder im Projektmanagement. Nur so gelang es „Sally FlyHigh“, auch ein Störungsmanagement zu entwickeln. Die Sensoren der Edison Platform registrieren in diesem Szenario, wenn ein Rollband oder eine Rolltreppe stehen bleibt. Die Störmeldung poppt sofort im Projektmanagement-Tool Targetprocess auf und wird automatisch an einen Service-Techniker übertragen. „Sally“ zeigt sogar an, wann die Reparatur läuft und wann sie beendet ist.

Preiswürdiger Prototyp

„Man geht unvoreingenommen an das Projekt heran, die Veranstaltung ist international ausgerichtet, die Teilnehmer sind sehr interessant und es herrscht eine Atmosphäre, die sehr inspirierend und motivierend ist“, zählt Datenanalyst Franz Schwiebacher die Dinge auf, die ihm besonders gefallen haben. Ihr Prototyp überzeugte jedenfalls die Jury. „Sally FlyHigh“ erreichte in der Gesamtwertung den dritten Platz. In den beiden IoT-Kategorien setzte sich das Team erfolgreich gegen die zwölf anderen Mannschaften durch. Auch wenn alle Teammitglieder nun längst wieder im Alltag angekommen sind, resümiert Patrick Richter: „Es war einfach eine tolle Erfahrung. Wir haben uns viel von den anderen abgeguckt, was uns künftig sicher weiterhilft.“

Zu den IoT-Lösungen von Axians

 

Hinweis: Der Beitrag ist im Blog von FRITZ & MACZIOL erschienen, heute Axians IT Solutions GmbH.

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